uvmann

Just another

Die Universität des unbesiegbaren Deutschland

David-Lynch-Deuschland

David Lynch, der Regisseur von Klassikern wie Blue Velvet, Mulholland Drive, Twin Peaks oder Lost Highway, hat einen Knall. Und diese Gabe stellt er ohne mit der Tolle zu wackeln in den Dienst der „Universität des unbesiegbaren Deutschland“. Aha. Was das ist? Eine Uni, die 2008 auf dem Berliner Teufelsberg errichtet werden soll. Als langjähriger Anhänger der „transzendentalen Meditation nach Maharishi Mahesh Yogi„, kommt von dieser Mischpoke wohl auch seine finanzielle Unterstützung. Die Maharishi-Anhänger stehen längst im Ruf gleichsam Unternehmen wie Sekte zu sein. Wie das eben so ist. Meditationstechniken stehen demnach auch im Mittelpunkt der privaten Hochschule, allerdings ebenso klassisch-akademische Disziplinen. Was es nun mit dem unbesiegbaren Deutschland auf sich hat? Lynch erklärte, „die Energie von 1000 meditierenden Studenten reiche aus, um ganz Deutschland ‘unbesiegbar’ zu machen.“ Damit nicht genug, ganze Nationen sollen so von Krieg, Krankheiten und Süchten befreit werden.

Im November letzten Jahres stelle Lynch seine Fantasien jedenfalls in Köln und Berlin vor. Zusammen mit Guru Emanuel Schiffgens (Begründer der Initiative „Unbesiegbares Deutschland“ und Raja, also dem „gekrönten Oberhaupt Deutschlands”) bot er eine Vorstellng die seinesgleichen sucht.

Was in Berlin zum Besten gegeben wurde, lässt sich hier und dort auf Youtube ansehen. (Der Raja sagt z.B.: „Ein unbesiegbares Deutschland ist ein Deutschland das unbesiegbar ist.“ Zwischenruf: „Adolf Hitler wollte das auch.“ Der gottgleiche Wahnsinnige darauf: „Ja aber leider hat er es nicht geschafft, weil ihm die Techniken fehlten.“ Starker Tobak.
Die Techniken will nun also auch Lynch lehren, der sich mittlerweile vom Hitlervergleich wie folgt distanziert: „I don’t want to have anything to do with Hitler. We all know he was not a good person who did terrible things.“ Ooooch, ja, David, jetzt ist alles wieder gut. NOT.

Hier ein paar Links zu Presseartikeln:
- „David Lynch baut Uni auf dem Teufelsberg“ (Tagesspiegel)
- „Kult-Regisseur Lynch baut umstrittene Yoga-Uni“ (Welt)
- „Gaga-Uni für Berlin“ (Vanity Fair)
- „Wem gehört der Berliner Teufelberg?“ (NZZ)

Warum nun dieser Eintrag 6 Wochen später? Das ganze LustTrauerspiel ist endlich online in vier Akten, dokumetiert von Stephi auf 99stories.com, zu sehen. So strange, dass man es einfach komplett verlinken/embedden muss. Viel Spaß Kopfschütteln.

Edit: Lynch zum Thema iPhone. Viral oder was? :)

Januar 8, 2008 Verfasst von uvmann | Krank | | Noch keine Kommentare

Science as/is art

Exploding-Nano-Wires
Exploding nano-wires (…) the tiniest explosions you’ve ever seen. Taken with an electron scanning micrograph by Fanny Beron from the École Polytechnique de Montréal, it just (understandably) won first prize in the „Science as Art“ competition.

Explodierende Nanodrähte? Wow. Mehr fällt mir dazu gar nicht ein. Der Originaleintrag stammt übriges von io9.com, wo sich noch viel mehr nicht nur visuelles Knoff Hoff finden lässt, das auch für Nichtwissenschaftler von Interesse ist.

Januar 4, 2008 Verfasst von uvmann | Art is hard | | Noch keine Kommentare

Rund rollt (unrund) weiter

Rund-Fussball-Magazin

Irgendwie fand ich es furchtbar schade. Irgendwie stand ich oft alleine auf der Außenbahn oder im undankbaren Halbfeld mit meiner Meinung.
Am 20. Juli 2005 erschien ein damals neuartiges Fußballmagazin. In der Tradition des heute nahezu legendären, aber furchtbare erfolglosen „Hattrick“-Magazins, dass Jahre zuvor sein Glück damit versucht hat, Fußball ästhetisch auf der Text- und Layout-Ebene in Zeitschriftenform zu verarbeiten, schaffte es „Rund„, das Fußballmagazin, leider keine zwei Jahre auf dem Markt. Immer irgendwie zu Unrecht im Schatten der 11 Freunde stehend gsb es durchaus gut recherchierte Geschichten und abseitige Themen, kurzweilig aufbereitet, nur… Welt wollte es nicht lesen und vertraute lieber dem mit dem Fanzine-Gedanken scheinbar auf und immer und ewig kokettierenden Heft aus Berlin, das mit der Marketing-Kraft des Intro-Verlags über die Jahre enorm an Auflage gewinnen konnte. Zurecht, natürlich. Mein Trübsal entspringt ja eher der Tatsache, dass ausgerechnet rund um den Volkssport #1 nicht mehr als für ein Magazin Platz am Markt ist – abseits von grenzdebilen Statistikheften, Listenverwaltungsorganen und miesen Vereinspostillen.
Was ich eigentlich sagen wollte: Und dann kommt dann doch mal wieder ein Newsletter um die Ecke und man sieht, dass sich ab und an doch noch was auf dem Webseiten des ehemaligen Printtitels tut. Und darauf muss doch hingewiesen werden. Auch wenn es dem Netz an sich nicht an Fußballseiten mangelt. Das ganz sicher nicht. Denn auch wenn man das das Forum ein Armutszeugnis ist und der Blog gerade mal wöchentlich aufbereitet wird, ein Bookmark sollte die Seite dennoch allen Fußballfans wert sein, die im Bereich oberhalb des durchschnittlichen Profikicker-IQs wähnen.

Januar 4, 2008 Verfasst von uvmann | Allgemein | | Noch keine Kommentare